Astrologie

Der Himmel über Earon ist ständig in Bewegung, da die meisten Sterne nicht an einem Ort verharren, sondern schneller oder langsamer, mit gleichbleibender oder sich verändernder Geschwindigkeit in geraden Linien (raniel), Bögen (geboal) oder Elipsen (sepiel) und Kreisen (sirekal) wandern. Die längste bisher gemessene Verweildauer eines Sterns an einem Ort beträgt etwas mehr als zwei Monate. Größere Gestirne, Himmelsmarken oder wiederkehrende Ereignisse gibt es nicht, eine Orientierung über den Himmel ist also nicht möglich.

Je nach Kultur und Region können die verschiedenen Himmelsereignisse unterschiedlich aufgefasst werden und die Sterndeutung ist ein kompliziertes und schweres Thema, das der Traumdeutung und der Vogelschau aber durchaus gleichberechtigt gegenüber steht. Aus Rodorion kennen wir das Geburtsorakel, aus dem man herauslesen kann, wie sich das Kind entwickeln wird und wo seine Talente und Schwächen liegen.

Der Fachmann unterscheidet den Nexis, den männlichen Stern ohne Schweif und die Puxis, den weiblichen Stern mit Schweif, die jeweils rot, gelb oder weiß, sowie dunkel, hell oder tagleuchtend sein können. Farbe und Leuchtkraft können konstant sein oder pulsarisch wechseln. Für das Neugeborene sind möglichst wenige Pulsare immer ein gutes Zeichen.

Bei Peijes, den Sternfusionen, und den Peifur, den Spaltungen eines Sterns ist es für die richtige und genaue Interpretation wichtig, wie viele Sterne dabei involviert sind.

  • Nojes bezeichnet eine Fusion zweier Sterne.
  • Daijes ist eine Fusion von mehr als zwei Sternen.
  • Nenjes nennen die Astrologen eine Fusion von genau fünf Sternen.
  • Nofur bezeichnet die Spaltung eines Sternes in zwei Sterne,
  • Daifur in mehr als zwei Sterne und
  • Nenfur in fünf Sterne.
Diese Ereignisse können auch in Kombination nacheinander oder parallel ablaufen.

Aber auch gänzlich neue Sterne können geboren werden (rubera) und auch wieder sterben (onhara). Geht ein Stern während der Geburt eines Kindes auf, so ist dies meistens ein gutes Omen, aber auch das Vergehen eines Sterns muss keine schlechte Botschaft sein.

Bei der Rubera unterscheidet der Gelehrte zwischen drei Varianten:

  • Das leise Rubera bezeichnet das entstehen des Sterns durch eine allmähliche Lichtintensivierung,
  • das schnelle Rubera ist ein plötzliches Erscheinen
  • und schließlich das pulsierende Rubera, das eine Lichtintensivitätsschwankung bei der Entstehung mit sich führt.
usätzlich gibt es auch noch das puxische Rubera, das der Astrologe auch Jenpuxim nennt. Es handelt sich dabei um die Entstehung eines Nexis aus einer Puxis.

Die Onhara können in wesentlich differenzierter eingeteilt werden:

  • Bei einem leisen Onhara geht die Lichtintensität allmählich zurück. Analog dazu kennen die Astrologen einen schnellen und einen pulsierenden Onhara.
  • Außerdem gibt es noch den großen und den puxischen Onhara. Bei dem großen Onhara erhöht sich die Lichtintensität, bis der Stern zu einem sich vergrößernden Ring (Insam) wird, der allmählich schwächer wird. Der puxische Onhara bezeichnet die Entstehung einer Puxis aus einem Nexis.