Glaubenswelten


Die Götterwelt


Religion ist auf dem Kontinent Aranor etwas sehr individuelles und es gibt zahlreiche Götter und Gottahnen, die auf den unterschiedlichsten Ebenen verehrt oder gefürchtet werden. Angefangen bei den Zeitgöttern, wie den Monats- und Wochengöttern, über die Götter der Naturgewalten und die allgemeinen gesellschaftlichen Göttern, kennt jedes Land mindestens ein Reichsgott, jede Region, jede Stadt und jedes Dorf hat einen eigenen Gott oder Halbgott. Es gibt Hausgötter, Sippen- und Familiengötter, Schutzgötter, richtende und strafende Götter.
Ebenso vielfältig wie die Zahl und die Aufgaben der Götter sind die Göttergeschichten, die sich teilweise auch widersprechen und die Feste und Riten. Es ist auch ein Nährboden auch für Geheimkulte, für Blutopfer und Orgien. In den Städten gibt es Tempelprostituierte, es gibt Wander- und Bettelmönche, lockere Orden und geschlossene Gemeinschaften, selbstlose Helfer und reiche Klöster.

Einige wichtige religiöse Strömungen seien hier aber gesondert genannt, da sie für bestimmte Gruppen oder Regionen eine besondere Bedeutung haben:

Adiaismus


Die Adeporen (Anhänger des Adiaismus) glauben nicht, dass die Götter irgend etwas mit der Erschaffung der Welt zu tun haben oder dass sie sich um die Geschicke der Menschen kümmern. Sie sind fest davon überzeugt, dass alles von den vier Elementen abhängig ist. So steht die Erde für alles was eine feste Form hat, das Feuer steht für Leben schlechthin, das Wasser für alles Flüssige und die Luft für die Winde und den Rauch. So geht alles ineinander über und das gänzliche Trennen ist unmöglich.

Asciwe-Kult


Bei den Asciwe können nur Frauen das Amt des Priesters übernehmen. Sie verehren die Göttin Adra als die einzig wahre Göttin. Sie ist gleichbedeutend mit Earon, das die Verkörperung der Göttin darstellt. Eine Asciwe ist dazu verpflichtet immer nur Gutes zu tun. Ein wichtiger Bestandteil der Religion ist die Kräuterkunde, ebenso gehört das allgemeine Wissen über die Ströme der Erde dazu. In den Nördlichen Ländern werden sie verfolgt, weil sie die anderen Götter nicht anerkennen.

Naturismus


Eigentlich hat diese Religion keinen Namen und sie wird ausschließlich von Elben praktiziert (jedoch nicht von Stadtelben). Es gibt viele komplizierte Zeremonien, die mit den Sternen, dem aufblühen und sterben der Bäume und dem allgemeinen Lebensrythmus zusammen hängen. Nicht einmal unter den Elben gibt es welche, die alle Rituale kennen. Das wichtigste Ritual ist das Ziehen des Lebensgeistes. Eine nähere Erklärung würde jedoch zu lang werden. Allein mit der Bedeutung könnte man mehrere Bücher füllen.

Rodioismus


Die nomadisch lebenden Rodianer haben eine Religion, die auf die Verehrung verschiedenster Naturgeister baut. Allein die wichtigsten Geister sind anzählig etwa 400 Stück. Daneben kennt jede Gruppe ihre eigenen Geister. Es ist üblich, dass ein junger Rodianer im Alter von 13 bis 14 hinaus in die Welt geschickt wird. Er muss mindestens ein Jahr außerhalb des Stammes leben, bevor er zu einem Mann wird. In einigen Fällen führt das dazu, dass diese jungen Leute nie mehr zurück kehren. Deshalb findet man unter Räubergruppen Rodianer, die einen anderen Weg gegangen sind. (Daher ihr schlechter Ruf.)

Verehrung der Meere


Die Zyklopen haben wohl den seltsamsten Glauben. Ihrem Glauben nach sind sie dem Meer entstanden und werden nach ihrem Tod auch wieder dahin zurück kehren. Es gibt keine richtigen Rituale oder Feiern. Selbst die Priester sind meist einfache Fischer oder Schiffsbauer. Das einzige wodurch der Priester heraus fällt ist die Anwesenheit bei Geburt und Tod. Die Zyklopen lehnen jede Art der Autorität ab.

Tßétßish


(Die Namen sind so geändert, dass sie sich auch mit einer menschlichen Zunge aussprechen lassen)
Der Pharao von Xorion gilt als der Oberhaupt der Tßétßish. Er wird als Sohn der Götter angesehen, auch wenn er selber kein Gott ist. Am Anfang ihrer Weltgeschichte steht Chazish, der durch Selbstbegattung das Götterpaar Shu und Zifniu zeugte. Shu sorgte, durch die Erschaffung des Urhügels aus Wasser und Finsternis, für die Trennung von Himmel und Erde. Danach zogen sich die Götter in den Himmel zurück. Shu und Zifniu bekamen als Kinder den Erdgott Xév und die Himmelsgöttin Zuz. Diese bekamen dann die Götterpaare Chosichis und Isis, Göttin der Zauberkunst, und Seth (englische Aussprache), den Gott der Wüste, der Dürre, des Sturmes und des Unwetters und Shefzis. Als Chosichis im Fluss ertrank wurde er von Isis geborgen und wiederbelebt. Dadurch zeugte sie Hochus, den Himmelsgott, der mit seinen Flügeln den Himmel umspannt. Chosichis ist seit dem der Herrscher des Totenreiches. Er wird mumienförmig mit Federkrone, Zepter und Geißel dargestellt. Jeden Abend geht der Sonnengott Xe in die Unterwelt um gegen die Schlange Haphophish zu kämpfen. In dieser Zeit herrscht Chosichis über die Welt. Hochus, der überzeugt war, Seth hätte seinen Vater getötet, tötete diesen aus Rache. Hochus gilt aber auch als Schutzgott für Bedürftige, Kinder und Kranke. Als der Ältere wird er als Hachéechis, als das Kind als Hachzexazes verehrt. Schon seit langem ist das Tßétßish den Nosan-Anhängern ein Dorn im Auge, da sie Nosan nicht als Herrschergott sehen. Daher kommt es immer wieder zu Anschlägen von der radikalen Gruppierung Tinorf auf Tempel der Tßétßsh-Götter. Andere liberalere Gruppierungen ziehen jedoch Parallelen und setzen zum Beispiel Laún und Chazish gleich.